Samstag, 8. Oktober 2011

Mein Leben.

Das Leben ist eine verrückte Erfindung.
Tag für Tag, Monat für Monat...Jahr um Jahr...
Plötzlich findest du dich in einer völlig neuen Situation wieder.
Mal wieder. Und das wird niemals aufhören.

Gestern war ich noch im Orientierungsjahr.
Die paar Monate zu Hause waren, als wär ich nie weg gewesen...trotzdem irgendwie anders. Und jetzt bin ich hier.
Es fühlt sich schon so normal an, aber manchmal wache ich auf und kann es nicht ganz fassen. Ich, allein, mitten drin in diesem verrückten,unvorhersehbaren,aufregenden Leben.

Ich fühl mich hier wohl. Ich meiner eigenen kleinen WOhnung.
Und ich fühle mich wohl bei den Menschen um mich herum, ich fühle mich aufgefangen und umsorgt. Bis jetzt gab es keinen Moment in dem ich mich wirklich einsam gefühlt habe. Es ist komisch. Dinge von denen ich vorher gedacht hatte, sie könnten ein Problem werden, sind keins. Dafür sind da ganz andere Dinge. mit denen ich nie gerechnet hätte, die vollkommen unvorhergesehen zu einem Problem werden.

Was ich vermisse ist die Sorglosigkeit.
Und was auch oft vermisse,sind Mama und Papa, die mir sagen wie es geht,
was ich jetzt zu tun habe und in welche Richtung es geht.

Was ich aber mehr denn je erlebe in meinen eigenen vier Wänden,
ist Gottes Gegenwart.
Seine Mut gebenden Worte jeden Morgen und jedem neuen Arbeitstag.
Und vor allem seine Fürsorge und seine grenzenlose Treue.
Er ist ein Worteinhalter und das Fundament.

In meinem Arbeitsleben bin ich noch nicht ganz angekommen.
Körperlich schon, nur der Rest hängt hinterher.
Als ich vorgestern Nacht nach der Montage in mein vier Sterne Hotelzimmer, mit Blick auf den Berliner Fernsehturm gekommen bin, habe ich mich ein bisschen gefragt ob das nicht eine Nummer zu groß für mich ist.

Aber trotz ungewohnten Situationen und vielen Herausforderungen weiß ich, dass ich am richtigen Platz bin, dass ich in meinem chaotischen Leben jemanden an meiner Seite habe, der die Ordnung erfunden hat.
Trotz manchem Stress und vielen Sorgen weiß ich, dass Jesus mich mehr liebt als die Blumen, die er zum blühen bringt.

Ich bin sehr dankbar hier zu sein und quasi voll und ganz im Leben stecken zu können...
Ich bin dankbar für mein zu Hause, für die liebsten Vermieter die man sich wünschen kann, dass ich arbeiten kann, nette Kollegen habe und noch viel herum kommen werde in der Welt. Ich bin so dankbar mit dem Beruf Geld verdienen zu können, der mir Spaß macht, dankbar für jeden Besucher, jede Einladung, dass ich nicht einsam bin, für Mama und Papa die für mich da sind, dass ich gehalten und getragen bin, dass ich jetzt schon merken darf - da gibt es einen Plan und einen Sinn für mein Leben und ein Ziel für das es sich zu leben lohnt.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Türkei Einsatz

Was heißt es an Jesus zu glauben?
Was verändert diese Tatsache in meinem Leben?
Die Jünger haben ihre Familie, ihre Arbeit, ihr Zu Hause verlassen, um Jesus zu folgen.
Was verstehen wir westlichen Christen unter "Nachfolge"?

Diese Fragen haben mich in der Türkei sehr beschäftigt. Was ich dort gesehen habe, hat mich berührt.
Es gibt wenige, sehr wenige Christen.
Aber diese Christen haben etwas, was mir und so vielen anderen Christen meist so oft fehlt.
Sie haben echte Leidenschaft! Die meisten von ihnen mussten etwas aufgeben für Jesus.
Manche sind verstoßen von der Familie, verachtet im Beruf, unter der Verwandtschaft…


Den ersten Sonntag in Istanbul bin ich mit einem Teil der Gruppe in eine türkische Gemeinde gegangen.
Ich konnte nicht viel verstehen, aber das machte nicht aus!
Wir wurden mit solcher Liebe empfangen.
Die Gemeinde ist klein, aber wie eine Familie, die sich gegenseitig stützt und ermutigt.
In der Bibel steht "An der Liebe untereinander wird man sie erkennen". Genau das war hier der Fall.
Wir durften uns persönlich vorstellen, ein paar Gäste aus Amerika waren ebenfalls da.
Der Gottesdienst hatte keinen Rahmen. Es gab Türkischen Lobpreis, einer der Amerikaner hat spontan "How great is our God" gesungen und ein Zeugnis gegeben. Zwei Kinder wurden gesegnet und wir wurden gefragt, ob wir vielleicht ein Theaterstück vorspielen könnten.
Der Pfarrer predigte auf türkisch, natürlich...und auch ohne die englische Übersetzung wäre es interessant gewesen. Dieser Mann hatte wirklich Leidenschaft am Predigen :D Es war einfach lustig.
Anschließend sollte eine Verlobung zweier Gemeindemitglieder gefeiert werden. Wir wurden eingeladen (und konnten uns dagegen nicht wehren ).
Wir mussten als Gäste als aller erstes zum Buffet gehen.
Wir hatten tolle Begegnungen und auch die Amerikaner konnten wir kennenlernen, die wir im Laufe der Woche öfters getroffen haben.

Es waren so viele Erlebnisse, ich denke ich muss alles ein wenig kürzen.

Tag 1...
Anreise, mein erster Flug, ICH LIEBE FLIEGEN!
Dirk hatte die glänzende Idee meine Kotztüte mitzunehmen, auf der dann alle unterschieben haben, reizend, oder :o)
Istanbul ist...chaotisch, laut, voll...aber ich liebe es!
Fast hätten wir Mädchen die erste Nacht keine Betten bekommen, weil die Jugendherberge einen Fehler in der Buchung gemacht hatte....
Wir wurden letztendlich in irgendwelche Zimmer aufgeteilt :o)
Michaela und ich mussten sogar außerhalb in einem Apartment einer deutschen Studentin übernachten.Tchaaa...Willkommen in der Türkei ;o)
Die Tage danach hatten wir aber unsere eigenen Betten.



Tag 2...
Touri-Tag in Istanbul.
WIr haben sehr viel gesehen. Manche Dinge waren einfach faszinierend, die Kultur, der riesen Bazar, die große Blaue Moschee, die wir auch von innen sehen konnten.
Manches hat mich auch schockiert...
die große Armut. Überall Straßenkinder, barfuß, die einem irgendwas verkaufen wollen.




Tag 3...
Pazar in Istanbul...Sonntag in Istanbul.
Davon habe ich ja oben schon berichtet.






Tag 4...
Praktischer Tag.
Während andere Wohnungen strichen und Kisten schleppten hatte es die Gruppe in der ich war eigentlich ganz chillig.
Wir haben in der Missionsgesellschaft über der Gemeinde Traktate gefaltet und Bücher verpackt.


Tag 5...
Staßeneinsatz in Lüleburgas!
Mein persönliches Highlight der Woche.
Wir wurden in zwei Gruppen in verschiede Stadte geschickt.
Beides Orte, in denen zuvor noch kein Evangelium verkündet wurde.
Es war sozusagen Premiere, dass wir dort zu m Traktate verteilen gingen.
Keine wusste wie die Menschen reagieren würden.
Als Ausländer waren wir da wirklich auffällig!!!
Wir sind im Zweierteam losgelaufen.
Ich war unterwegs mit Manu. Bald hatten wir genug von Kärtchen an Autofenster stecken und fingen einfach an die zettel persönlich in die Hand zu geben.
Es waren tolle Begegnungen. Die Menschen waren offen und interessiert und super herzlich, dabei sprachen wir nicht die selbe Sprache.
Bruchstücke konnten wir auf türkisch.
Wir gingen sogar zu den Männern, die draußen am Cay trinken waren und Karten spielten und gaben ihnen Zetteln. Aus irgendeinem Grund hatten wir wirklich keine Angst. Oft begannen die Männer zu diskutieren wenn wir weggingen...

Letztendlich landeten wir im Armeinviertel.
Uns zog es regelrecht dort rein :o)
Überall war Müll...Keine Autos, sondern Wagen mit abgemagerten Eseln davor...
Und soo viele Kinder.
Sie hatten erst Angst vor uns. Sie haben nie zuvor weiße Menschen gesehen...bzw. blonde.
Ich verteilte Bonbons und sie entdeckten Manus Kamera....
es wurden so viele FOtos gemacht :o)

Frauen kamen aus einem Haus und begrüßten uns so freundlich.
Sie luden uns zum Cay ein und wir lernten die Familie kennen.
Es war so toll!
Ich hab mich so sehr wohl gefühlt obwohl es ein so unsicheres Gebiet war.
Ich hab die Menschen dort so lieb gewonnen.
Wir haben so viel gelacht, obwohl oder vielleicht weil wir uns nur kaum verständigen konnten.
Nach dem Tag hatte ich das Gefühl, dass Gott uns wirklich gebrauch hat.
Die anderen Gruppen hatten ähnliche tolle Erlebnisse, eine Gruppe wurde sogar von der Polizei festgehalten :o)












Fotsetzung folgt :o)
Ich bin jetzt zum Essen bei meinen zukünftigen Vermietern eingeladen :o)

Freitag, 20. Mai 2011

Zeit nutzen

Natürlich versuchen wir als OJA die letzte Zeit zusammen in Korntal so gut wie möglich zu nutzen,
auch wenn im Moment viel los ist und viel vorzubereiten ist.

Hier ist ein kleines Update :o)


1.
Der Schulbauernhof hatte Einweihungsfest, da haben ein paar von uns geholfen und anschließen haben wir am Grünen Heiner Lagerfeuer gemacht und Manus Geburtstag gefeiert


2.
Anstatt WG Abend haben wir zu Michaelas Geburtstag ein Candlelight Dinner gemacht.
Wir haben die Zeit ohne Jungs genutzt um uns mal wieder schick zu machen ;o)




3.
In Stuttgart war ein Trickfilm Festival und die haben Abends am Schlossplatz
Open Air Kino gehabt.
Wir sind natürlich mit Decken und Keksen hin und haben uns mit in den überfüllten Park gequetscht...immerhin konnten wir was sehen!


4.
Joghurtschlacht, Schnulzenabend, Rugby spielen,gemeinsam kochen,Benni entführen...








Bir ekmek alabilirmiyim, lütfen!

Hallo...

nach so langer Zeit will ich nochmal was schreiben :o)

Der Einsatz in Almena ist schon lange vorbei und er war wirklich toll.
Ich bin froh, dass ich so ein tolles Team hatte, das hinter mir stand,
wenn es schwierig für mich wurde als Leiterin.

Vor ein paar Tagen, haben wir nachricht aus Almena bekommen, dass der Glaubensgrundkurs zu dem wir eingeladen hatten sehr gut besucht ist und dass nach der Konfifreizeit 70% der Teens einen ersten Schritt auf Jesus zugemacht haben.
Ich finde es toll zu hören, dass Gott so viel in diesem Kleinen Ort tut und bin froh, dass wir als Team dort ein bisschen mit an Gottes Reich bauen durften.

Tchaa...und der große Missionseinatz steht auch schon vor der Tür!
Kommenden Sonntag werden wir schon von der Gemeinde aus gesegnet und ausgesendet und am Freitag geht es dann schon los in die Türkei.
Mir kommt es noch sehr weit weg vor, obwohl wir schon mitten in den Vorbereitungen stecken.

Ihr könnt auf jeden Fall für uns beten!
DIe Jungs werden über einer kleinen Gemeinde in Istanbul untergebracht sein und wir Mädels kommen in eine Jugendherberge 10 Minuten davon entfernt.
Was genau wir vor Ort alles tun werden ist noch gar nicht so klar,
aber wir bereiten im Moment schon Straßeneinsätze vor.
Von denen werden wir wohl einige machen.
Vielleicht werden wir auch zur Gemeinde einladen, Kinderstunden und offene Abende machen und es wurde auch davon geredet, dass wir irgendwo handwerklich anpacken...irgendwas streichen oder so.

Unglaublich, aber das OJA geht dem Ende zu...
...wie es für mich weitergeht steht jetzt fest.
Ich werde ab September eine Ausbildung als Gestalterin für visuelles Marketing anfangen und werde in Korntal wohnen bleiben.
EIne Wohnung habe ich auch schon :o)
Ich werde unter Leuten aus der Gemeinde wohnen, ich werde also sehr nette Vermieter haben, was mich wirklich froh macht!
Das war eine kleine Gebetserhörung. Das macht den EInstieg ins Berufsleben und das Leben mit einer eigenen Wohnung für mich ein Stückchen leichter.

Dienstag, 5. April 2011

Ausbildungsplatz

Bevor ich erzähl wie der JesusHouse Einsatz in Almena war
will ich erstmal die neusten News für alle aufschreiben :o)

Ich habe einen Ausbildungsplatz ab Herbst 2011
...tchaa...jetzt muss klein Joana nach einer Wohnung suchen...
ich kanns selbst kaum glauben :o)

Ich kann echt dankbar sein, ich habe eigentlich meinen Traumjob bekommen.
Ich darf im Schauwerk in Schwieberdingen anfangen und musste noch nicht mal zum
Vorstellungsgespräch kommen!!!

Ich freu mich total, aber manchmal bekomme ich echt ein bisschen Panik!
Naja. Das wird schon ;o)
Aber erstmal freu ich mich Ostern nach Hause zu kommen!

Freitag, 25. März 2011

Picknick und Einsatz

Eigentlich habe ich gerade nicht soo viel Zeit, weil Morgen früh gehts auf Einsatz.
Aber ich wollte unbedingt noch ein bisschen was zu schreiben und auch von letztem Mittwoch...der einfach so ein schöner Tag war...
Ok. Fang ich da an. Wir hatten Team-Tag und zudem auch noch Geburtstag von Marc und Vanessa. Nach langem Überlegen haben wir uns für ein Picknick am Bärensee entschieden.
Oh man...wir haben so viel Essen gemacht! Später haben wir dann erfahren, dass man vom Parkplatz aus noch eine halbe Stunde zu Fuß laufen muss.
Also haben wir die ganzen Decken, Geburtstagskuchen, Würsten auf Spießen und Gemüseplatten zum See geschleppt :o)
Aber der Tag gehört glaube ich zu meinen Schönsten!
Der Ort war wuunderschön und man hätte den Tag nicht besser nutzen können.
Hier sind ein paar Fotos!











Morgen geht es los zum Einsatz nach Almena!
Mein Team besteht aus 5 Leuten
Manuel, mein Coleiter...Joanna, die für Finanzen zuständig ist,
und Georg und Michaela die zusammen den Musikkram planen.
Ich darf mein Team leiten...mal wieder eine große Herrausforderung für die kleine Joana, aber es läuft super und mein Team ist einfach toll :o)
In Almena werden wir dann helfen Jesus House aufzutragen.
Almena ist ein Kuhdorf. Mitten in der Pampas!
Die Kirche ist ziemlich klein und außer Konfiunterricht ist dort keine Jugendarbeit vorhanden. Das soll sich nach Jesus House ändern :o)
Wir haben einiges zu tun und dürfen viele Dinge übernehmen, worauf wir uns aber wirklich freuen.
Natürlich ist es ein komisches Gefühl von Stuttgart wegzugehen,wo ja die Hauptveranstaltung stattfindet um mit dem Busschen irgendwo Fünf Stunden nach Almena zu fahren.
Aber ich bin sicher, Gott hat dort etwas mit uns vor und er kann uns da besser gebrauchen als bei einer Riesen Veranstaltung wo noch Tausend andere Christen hinkommen. Sehr ermutigt hat uns Lukas 10, 17-24
Dort hat Jesus 70 Menschan ausgesandt...jeweils in Zweiergruppen um in die Orte vorzugehen, in die er auch mal Reisen möchte.
Wir vom OJA werden auch in kleinen Gruppen ausgesandt überall nach Deutschland...ohne irgendwelche Mitarbeiter...
Die Jünger kommen total begeistert zurück und erzählen wie sehr Gott durch sie gewirkt hat und was alles passiert ist, als sie in Jesu Namen auftraten.
Jesus sagt dann, dass wir in seinem Namen auf Skorpione und Schlangen treten können.
Der Feind kann uns nichts anhaben. Jesus sendet aus, damit wir Kranke heilen, Böse Geiser vertreiben und Hoffnung bringen. Auch heute noch.
Der Feind ist da und ich glaube daran, dass man auf seiner Abschussliste steht, wenn man an Gottes Reich bauen will.
Das haben wir auch bei unserem letzten Einsatz in Vaihingen bemerkt.
Aber wir werden jeden Tag Teamtime halten und wir sind dort für Gott und mit Gott.
Wir sollen ihn verherrlichen und nicht uns und dann wird er uns in seinem Licht strahlen lassen!!!

Ich bin echt gespannt und aufgeregt.
Bitte betet für uns,
...dass wir in dem kleinen Dorf gut aufgenommen werden
...dass wir eine Einheit bleiben, dass wir ein Team sind
...dass wir offene Türen bekommen für Schuleinsätze
...Mut auf Fremde zuzugehen
...offene Ohren und Herzen der Konfis und Schüler
...viele Jesus House Besucher!!!
...dass die Technik funtzt
...Hilfe von oben, Mut und Selbstbewusstsein, wenn man auf der Bühne steht!
...viele kleine Wunder
...das Gott großes bewegt, Herzen berührt
...dass sein Reich wächst und Teens seine Liebe begreifen
...viele gute Gespräche...Mut für Teens nach vorne zu kommen, das Gespräch zu suchen
...dass eine neue Jugendarbeit entstehen kann!
Denn wir haben einen großen Gott mit ganz viel Gnade und Liebe und Barmherzigkeit :o) Er liebt Almena und das werden wir nächste Woche sehen :o)

Alles Liebe!!!