Mittwoch, 15. Juni 2011

Türkei Einsatz

Was heißt es an Jesus zu glauben?
Was verändert diese Tatsache in meinem Leben?
Die Jünger haben ihre Familie, ihre Arbeit, ihr Zu Hause verlassen, um Jesus zu folgen.
Was verstehen wir westlichen Christen unter "Nachfolge"?

Diese Fragen haben mich in der Türkei sehr beschäftigt. Was ich dort gesehen habe, hat mich berührt.
Es gibt wenige, sehr wenige Christen.
Aber diese Christen haben etwas, was mir und so vielen anderen Christen meist so oft fehlt.
Sie haben echte Leidenschaft! Die meisten von ihnen mussten etwas aufgeben für Jesus.
Manche sind verstoßen von der Familie, verachtet im Beruf, unter der Verwandtschaft…


Den ersten Sonntag in Istanbul bin ich mit einem Teil der Gruppe in eine türkische Gemeinde gegangen.
Ich konnte nicht viel verstehen, aber das machte nicht aus!
Wir wurden mit solcher Liebe empfangen.
Die Gemeinde ist klein, aber wie eine Familie, die sich gegenseitig stützt und ermutigt.
In der Bibel steht "An der Liebe untereinander wird man sie erkennen". Genau das war hier der Fall.
Wir durften uns persönlich vorstellen, ein paar Gäste aus Amerika waren ebenfalls da.
Der Gottesdienst hatte keinen Rahmen. Es gab Türkischen Lobpreis, einer der Amerikaner hat spontan "How great is our God" gesungen und ein Zeugnis gegeben. Zwei Kinder wurden gesegnet und wir wurden gefragt, ob wir vielleicht ein Theaterstück vorspielen könnten.
Der Pfarrer predigte auf türkisch, natürlich...und auch ohne die englische Übersetzung wäre es interessant gewesen. Dieser Mann hatte wirklich Leidenschaft am Predigen :D Es war einfach lustig.
Anschließend sollte eine Verlobung zweier Gemeindemitglieder gefeiert werden. Wir wurden eingeladen (und konnten uns dagegen nicht wehren ).
Wir mussten als Gäste als aller erstes zum Buffet gehen.
Wir hatten tolle Begegnungen und auch die Amerikaner konnten wir kennenlernen, die wir im Laufe der Woche öfters getroffen haben.

Es waren so viele Erlebnisse, ich denke ich muss alles ein wenig kürzen.

Tag 1...
Anreise, mein erster Flug, ICH LIEBE FLIEGEN!
Dirk hatte die glänzende Idee meine Kotztüte mitzunehmen, auf der dann alle unterschieben haben, reizend, oder :o)
Istanbul ist...chaotisch, laut, voll...aber ich liebe es!
Fast hätten wir Mädchen die erste Nacht keine Betten bekommen, weil die Jugendherberge einen Fehler in der Buchung gemacht hatte....
Wir wurden letztendlich in irgendwelche Zimmer aufgeteilt :o)
Michaela und ich mussten sogar außerhalb in einem Apartment einer deutschen Studentin übernachten.Tchaaa...Willkommen in der Türkei ;o)
Die Tage danach hatten wir aber unsere eigenen Betten.



Tag 2...
Touri-Tag in Istanbul.
WIr haben sehr viel gesehen. Manche Dinge waren einfach faszinierend, die Kultur, der riesen Bazar, die große Blaue Moschee, die wir auch von innen sehen konnten.
Manches hat mich auch schockiert...
die große Armut. Überall Straßenkinder, barfuß, die einem irgendwas verkaufen wollen.




Tag 3...
Pazar in Istanbul...Sonntag in Istanbul.
Davon habe ich ja oben schon berichtet.






Tag 4...
Praktischer Tag.
Während andere Wohnungen strichen und Kisten schleppten hatte es die Gruppe in der ich war eigentlich ganz chillig.
Wir haben in der Missionsgesellschaft über der Gemeinde Traktate gefaltet und Bücher verpackt.


Tag 5...
Staßeneinsatz in Lüleburgas!
Mein persönliches Highlight der Woche.
Wir wurden in zwei Gruppen in verschiede Stadte geschickt.
Beides Orte, in denen zuvor noch kein Evangelium verkündet wurde.
Es war sozusagen Premiere, dass wir dort zu m Traktate verteilen gingen.
Keine wusste wie die Menschen reagieren würden.
Als Ausländer waren wir da wirklich auffällig!!!
Wir sind im Zweierteam losgelaufen.
Ich war unterwegs mit Manu. Bald hatten wir genug von Kärtchen an Autofenster stecken und fingen einfach an die zettel persönlich in die Hand zu geben.
Es waren tolle Begegnungen. Die Menschen waren offen und interessiert und super herzlich, dabei sprachen wir nicht die selbe Sprache.
Bruchstücke konnten wir auf türkisch.
Wir gingen sogar zu den Männern, die draußen am Cay trinken waren und Karten spielten und gaben ihnen Zetteln. Aus irgendeinem Grund hatten wir wirklich keine Angst. Oft begannen die Männer zu diskutieren wenn wir weggingen...

Letztendlich landeten wir im Armeinviertel.
Uns zog es regelrecht dort rein :o)
Überall war Müll...Keine Autos, sondern Wagen mit abgemagerten Eseln davor...
Und soo viele Kinder.
Sie hatten erst Angst vor uns. Sie haben nie zuvor weiße Menschen gesehen...bzw. blonde.
Ich verteilte Bonbons und sie entdeckten Manus Kamera....
es wurden so viele FOtos gemacht :o)

Frauen kamen aus einem Haus und begrüßten uns so freundlich.
Sie luden uns zum Cay ein und wir lernten die Familie kennen.
Es war so toll!
Ich hab mich so sehr wohl gefühlt obwohl es ein so unsicheres Gebiet war.
Ich hab die Menschen dort so lieb gewonnen.
Wir haben so viel gelacht, obwohl oder vielleicht weil wir uns nur kaum verständigen konnten.
Nach dem Tag hatte ich das Gefühl, dass Gott uns wirklich gebrauch hat.
Die anderen Gruppen hatten ähnliche tolle Erlebnisse, eine Gruppe wurde sogar von der Polizei festgehalten :o)












Fotsetzung folgt :o)
Ich bin jetzt zum Essen bei meinen zukünftigen Vermietern eingeladen :o)

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