Mittwoch, 10. November 2010

The Vision

Über die Praktikumszeit haben wir aufbekommen ein Buch zu lesen.
Das ist ein Ausschnitt aus meinem Buch:
Einmal nahm ich einen Freund im Auto mit und wir begannen über das Leben zu reden.
"Ich weiß nicht, wozu Gott mich berufen hat", gestand er und bat mich dafür zu beten.
"Warum?", fragte ich. "Ich weiß schon, was Gott von dir möchte!"
"Du weißt es schon?", fragte er aufgeregt. "Also, was ist es denn? Was ist meine Berufung?"
Ich machte eine lange Pause und genoss die Spannung. Mein Freund hielt den Atem an...
"Du bist dazu berufen", sagte ich langsam, "ein Lobpreisleiter zu sein..."
Er sah zufrieden aus, wirklich sehr zufrieden, also machte ich weiter.
"...aber nicht unbedingt mit der Gitarre in der Hand."
"Ooookay...", murmelte er.
"Du bist dazu berufen, dich mit der komischen alten Frau aus deiner Straße anzufreunden..."
Diese Aussicht schien ihm weniger angenehm zu sein.
"Du bist dazu berufen, den Hungrigen Essen zu geben und dein Leben für die Armen zu leben..."
Jetzt sah er wirklich besorgt aus.
"...und zu Fremden gastfreundlich zu sein, die einfach in die Stadt kommen und einen Platz zum Pennen brauchen.
Bestürzung.
"Und zu fasten"
Jetzt wurde er langsam wütend.
"Und so lange und hart zu beten, dass du weder Worte noch Tränen übrig hast."
Es gab kein Zurück mehr.
"Du bist dazu berufen", fuhr ich fort,
Menschen, die es interessiert das Evangelium zu predigen und auch ein paar von denen, die es nicht interessiert.
Du bist dazu berufen, für Jesus überall hin zu gehen, egal wann und egal wohin,
und nie damit aufzuhören.
Du bist dazu berufen, die Leute zu lieben,
die kein anderer lieb hat, und uhnen zu vergeben,
wenn sie dich wie Dreck behandeln oder schlimmer.
Mach deine Arbeit so gut du eben kannst, ohne über deinen Chef zu lästern oder dich über deine Kollegen zu beschweren.
Du bist dazu berufen, für die Kranken zu beten und, wenn sie geheilt werden, die Nach mit ihnen 
durchzutanzen. Und wenn sie nicht geheilt werden, sollst du mt ihnen weinen und sie noch mehr lieben."

ch riskerte einen Blick und war erleichtert zu sehen, dass er nicht merh wütend war.
"Du bist dazu berufen, deine Eltern zu ehren, für deine Vorgesetzten zu beten, die Bibel zu lesen und auf viele Partys zu gehen.
Sein zu jeder Zeit ein Friedensstifter; bei der Prügerlei im Nachtbus un dwenn in der Gemeinde getratscht wird. Du bist dazu berufen, Müll aufzuheben, auch wenn es nieman sieht, den Klositz sauber zu machen und den alten  Kaugimmi unterm Tisch zu entfernen.
Und früher bei Veranstalungen zu erscheinen, um Stüle zu stellen."
Inzwischen lächelte er.
"Du bist dazu berufen, Leute zu Jüngern zu machen und ihnen beizubringen,Jesus in allem gehorsam zu sein. Vergiss nicht, ihnen zu vergeben, wenn sie sündigen. Deine Mission ist es, zu taufen und böse Geister auszutreiben.
Du bist dazu berufen, die Tarurigen zu trösten, wenn sie dir begegnen, un ddu wirst ihnen begegnen, wohon du auch gehst.
Und Gefangene zu besuchen. Und Kranke. Und..."

"Ja,ja", sagte er gutmütig.
Er versuchte mich zum Schweigen zu bringen, aber ich war nicht mehr zu stoppen und wusste, dass er nicht aussteigen konnte, weil ich ja der Fahrer war.
"Du bist dazu berufen...", fuhr ich entschlossen fort,
"mehr zuzuhören als zu reden, mit Ohren und Augen."
Er schüttelte seinen Kopf in gespielter Verzweiflung.
"Du bist dazu berufen, ohne Murren dieselben Aufgaben immer wieder zu erledigen.
Dazu fair-trade-Kaffee zu kaufen und deine Flaschen zu recyceln.
Und vergiss nicht, Fremden anonyme Geschenke vor die Tür zu stellen."
Inzwischen lachten wir beide lauthals, un dmir gingen die Berufungen aus: " Und wenn du damit fertig bist",
grinste ich und bohrte ihm mit jeder Silbe meinen Finger in die Rippen,
"kannst du wiederkommen, und wir beten ein bisschen über Phase Zwei!"

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen